Angespielt: PS Vita 2012

Angespielt: PS Vita 2012

16.01.2012

Die PS Vita ist seit dem 12.01.2012 in meinem Besitz und ich möchte euch das typische Feeling der PS Vita beschreiben. Im Gegensatz zur PSP bietet die PS Vita von Haus aus zahlreiche Interaktionsmöglichkeiten und macht einiges anders als der Vorgänger.

Das Gerät:

Aufbau
Die Facebuttons sind einiges kleiner als jene, die man bisher kennenlernte. Man muss sich zweifelsfrei an die erhöhte Position und die kleineren Tasten gewöhnen. Zu oft, drückt man anfangs daneben, erwischt den zweiten Analogstick. Die Oberflächen der Vorder- und auch Hinterseite sind sehr glatt und ihr könnt euch schon jetzt auf tierisch verschmierte Geräte freuen. Denn jeder Fingerwisch, wird mit fettigen Stellen dokumentiert. Während dem Spielen kann es daher schon mal vorkommen, dass Farben eklig glänzen und verwaschen wirken. Ein Putztuch sollte euch ständiger Begleiter sein. Und wo wir gerade bei den Oberflächen sind: Kratzer hat meine PS Vita auf der Rückseite auch schon. Und das obwohl ich sie sehr pfleglich behandle.

USB
Der Stecker für den USB-Anschluss hat auf der Seite der PS Vita zwei breitere Einkerbungen, damit man ihn auch richtig in den Handheld einsteckt. Auf der PC-Seite hin hat das Plastik gleich zwei verschiedene Einkerbungen. Eine Seite schmal, die andere breiter, damit man den Stecker nicht falsch im Netzteil anbringt. Was bei USB sowieso nicht ginge.

Das Netzteil
Die Stromversorgung ist in drei Einzelteilen aufgebaut. Der landestypische Stromstecker, das Netzteil und das USB-Datenübertragungskabel. Kombiniert man diese Drei Teile, hat man ein Ladegerät für die PS Vita. Benötigt man keinen Saft, steckt man das USB-Kabel stattdessen in den PC, kann man per Content Management Assistent Daten übertragen. Da das Netzteil eine Spannung von 110 bis 240 Volt verarbeitet, braucht man also keine zusätzlichen Spannungswandler, wenn man ins Ausland fährt. Lediglich der Stromstecker muss passen. Er hat diesen bekannten, wie eine 8 aussehende Schnittstelle, die man von Radios oder der PS3 her kennt.

Das Steuerkreuz
Erstmals hat Sony ein richtiges Steuerkreuz verbaut. Hieß es immer, das nur Nintendo das Patend für richtige Steuerkreuze besäße, darf man sich an der PS Vita über ein völlig neues Steuerungserlebnis machen. Wenn es denn Spiele gäbe, die sowas heutzutage noch nutzen. Selbst die Waffenwahl in Uncharted hält sich in Grenzen.

Start & Select
Diese kleinen Knöpfe schließen in einer Höhe mit dem Display ab und man muss schon Übung haben, diese auch zu treffen bzw. dann zu drücken. Es ist in der Tat nicht sehr leicht. Ein sehr komisches Gefühl finde ich.

Das Display
Wer die PS Vita das erst mal anschaltet, wird von der unglaublich runden und glatten Schrift begeistert sein. Auch in den nachfolgenden Stunden, Tagen und Woche kann man es nicht fassen. So unglaublich hochauflösend, da bleit einem die Spucke weg. Hier und da sieht man zwar dass es wirklich kleine Pixel sind, kann sie aber bei einer Entfernung von 30cm nicht wirklich auseinanderhalten. Die Screenshots im Internet bringen dieses Feeling in kleinster Weise rüber, man meint das wäre alles ein einziger Pixelbrei. Das ist aber in keinem Fall so. Wo das PC-Display das Bild auf einer Breite von knapp 20x13cm anzeigt, ist es auf dem Gerät auf ungefähr der Hälfte des Platzes zu sehen.

Die Software:

Steuerung
Ein Wort zur Steuerung gleich zum Start: Touchbedienung. Die Live Area wird ausschließlich per Touchscreen bedient. Nicht per Analogsticks, ohne Steuerkreuz und erst recht nicht mit den Facebuttons. Stellt euch darauf ein.

Einschalten
Oben links, direkt neben dem Spielekartenschacht befindet sich der Anschaltknopf. Üblicherweise geht die PS Vita stets in einen Energiesparmodus oder auch als Standby bekannt, sobald das Gerät zwischen einer und fünf Minuten, einstellbar in den Optionen, nicht benutzt wurde. Drückt man nun diesen Knopf, dauert es circa 4-5 Sekunden, ehe der Bildschirm hell wird. Lässt man sich zu viel Zeit, schaltet sie sich wieder aus, dann blickt die PS-Taste kurz blau. Um sie gänzlich einzuschalten, wischt man das Blatt auf dem das Datum steht, per Fingerzeig von rechts oben nach links unten. Dann befindet man sich in der Live Area.

Live Area
Anders als beim XMB kann man auf der Androidbasierten Benutzeroberfläche mehrere Dinge gleichzeitig erledigen. Gewechselt wird per zweifachem Druck auf die PS-Taste, dann kann man die Reiter auswählen. Jede Anwendung hat ein Button und bevor es losgeht, bekommt man einen Bildschirm zu Gesicht, welches die Anwendung präsentiert. Erst wenn man mittig auf das Icon tippt, wird das Programm letztendlich gestartet. Zieht man das Blatt, wie zuvor beim Standby weg, ist die Anwendung beendet.

PS-Taste
Diese hat gleich mehrere Aufgaben. Drückt man sie einmal, befindet man sich in der Programmpräsentation. Hier kann man linsk den Bildschirm antippen um in die Live Area zu schalten oder das laufende Programm per Fingerwisch beenden. Ein Zweifacher Druck schaltet zu den Reitern der laufenden Programme um, so dass man zwischen den Anwendungen springen kann. Hält man die PS-Taste gedrückt, erscheinen die Einstellungsmöglichkeiten, für welche die PSP noch einzelne Knöpfe hatte: Bildschirmhelligkeit, Lautstärke und Mikrofon abschalten. Desweiteren kann man Chat-Audio für den Partymodus priorisieren. Doch die Taste hat auch noch eine weitere Funktion. Hält man die Taste nur kurz und drückt daraufhin Start, so knippst die PS Vita ein Screenshot, der sich dann in der Galerie befindet. Diese Funktion arbeitet in Spielen aber nur, wenn die Entwickler sie einbauen.

Die Apps

Begrüßungscenter
Es bietet 5 Spiele, die einem die Bedienung und Features der PS Vita näher bringt. Wer langeweile hat, kann ja mal die Kugeln auf dem Erdball herum schubsen.

Party
Hier kann man eine Party erstellen, Freunde einladen und mit ihnen chatten und spielen.

PS Store
Hier kann man Inhalte einkaufen. Kredit- oder PSN Guthabenkarte vorausgesetzt. Ist für die PS Vita bisher nicht aktiviert in Deutschland.

Near
Hier kann man Mitspieler in der Nähe finden. Meine PS Vita kann den Standort jedoch nicht ermitteln.

Freunde
Eine Liste mit euren Freunden. Vergleicht eure Trophäen. Schaut wo sich der User per Near befindet. Weitere Infos und Sprachen sind ebenso einsehbar.

Gruppennachrichten
Schreibt euren Freunden Nachrichten, auch mehreren gleichzeitig.

Trophäen
Schaut euch eure PS Vita-Trophäen an, oder die der PS3. Beim Start erfolgt eine Synchronisation mit dem PSN Server.

Fotos
Kamera

Wechselt zwischen Vorderseite und Rückseite. Knippst Bilder und wählt die Größe (Viereck, Rechteck oder volles Display) und wechselt in die Galerie. Das jeweils letzte Bild wird auch angezeigt.

Fotos
Galerie

Nach dem Start könnt ihr zwischen der Sortierung von “Alle, Nach Monat, Kamerabilder und Screenshot” wählen, danach noch die Alben selbst. Ein kleines Menü erscheint beim antippen, dort könnt ihr Bilder wechseln, löschen oder eine Slideshow starten. Üblicherweise blättert man die Bilder aber per Fingerwisch weiter. Mit zwei Fingern gleichzeitig kann man zoomen. Ist die größte Zoomstufe erreicht, leuchtet der Rand weiss. Dann kann man das Bild verschieben.

Browser
Es werden in der Präsentation gleich mehrere Dinge angezeigt. Einmal die zuletzt besuchten Seiten-Urls, der Browser und Links zu Sony und Docomo (dem 3G-Provider Japans).

Im Browser selbst, hat man oben eine Adressleiste, dort kann man Seiten eingeben, neu laden und abbrechen. https- und Sicherheitsmodus werden angezeigt. Bewegt man die Seite nach unten, verschwindet die Eingabeleiste. Rechts ist ein Balken mit Vor/Zurück, Tabtaste, Lupe (Suchfunktion), Favoriten (Verlauf und Lesezeichen) und Sprechblase (Lesezeichen hinzufügen/Einstellungen). Diese Leiste bleibt jedoch aktiv.

Zoomen kann man mit zwei Fingern, dann herumschieben. Dabei ist jedoch der Aufbau sehr langsam. Eingabefenster und Dropdownmenüs werden als Box dargestellt. YouTube-Videos können bislang nicht abgespielt werden. Sonst sind mir keine negativen Dinge untergekommen. Es macht wirklich Spaß damit im Netz zu surfen, ist aber kein Vergleich mit einem normalen PC.

Weitere Erfahrungen mit der PS Vita, u.a. die zweite Fläche der Live Area, folgen. Bleibt am Ball!


18.08.2011

Auf der GamesCom 2011 haben wir nicht nur einen ersten Blick auf die PS Vita werfen können. Wir haben sie auch angespielt.

Das Gerät liegt gut in der Hand, obwohl es kaum größer als eine herkömmliche PSP ist. Die Oberflächen auf beiden Seiten sind wunderbar glatt und der Touchscreen, sowie das Touchpad, fühlen sich wie beim iPhone an.

Die beiden Analogsticks sind wunderbar zu bedienen und es macht sich ein komplett neues Spielgefühl breit. Die Anordnung der Facebuttons hätte aber durchaus etwas höher ausfallen können, da man bei ausgiebigen drücken des X-Button häufig den Stick berührt und unfreiwillig etwas nach unten drückt. Zwar ist die Bedienung der Analogsticks durchaus bequem und dürfte für krampffreies spielen sorgen, aber es gibt keine L3/R3-Funktion. Auch gibt es nur ein Schultertastenpaar. Die Start- und Select-Knöpfe liegen auf einer Höhe mit dem Display, können also nur mit Druck betätigt werden und sehen mit ihren ovalen Form klasse aus.

Das Display wirkt mit seiner hohen Auflösung sehr edel und grobe Pixelorgien wie auf der PSP oder gar dem Nintendo DS sind nicht zu befürchten. Da kann man nur hoffen, dass ausgelieferte Geräte keine Pixelfehler haben werden.

Doch es gibt auch ein paar Dinge, welche uns nicht so gut gefallen haben. Die Position der Lautsprecher ist hingegen ungünstig gewählt, da man diese beim spielen teilweise oder ganz verdeckt. Dreht man die PS Vita um, erkennt man die grauen Plastikringe an den Unterseiten, welche einen Hohlraum haben. Das mindert etwas den sonst so wertigen Eindruck des Handhelds.

Fazit:
Das Gerät wirkt nicht globig, obwohl es mit 260g eine deutliche Spur schwerer ist als die PSP, welche nur 169g wiegt. Die Größe sorgt dafür, dass die PS Vita gut in der Hand liegt. Zusätzlich bieten die Mulden einen sicheren Halt. Das Display hat gestochen scharfe Bilder zu bieten, die beiden Analogsticks sind gut zu bedienen und der erste Eindruck sorgt für Begeisterung. Für 250€ ist dieses Stück Hardware ein Meilenstein in der Videospielgeschichte.

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3 Comments

  1. Yuri 12. May 2012
    Antworten

    ps vita is the best und ps3 auch scheiss auf x box 360

  2. Shin 22. January 2012
    Antworten

    Hab sie mir auch schon vorbestellt ^^

  3. Alex
    Alex 9. December 2011
    Antworten

    Ich kann das Gerät nur wärmstens empfehlen!

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